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Mit unserer neuen SMS-Hilfe bieten wir eine schnelle und unkomplizierte Spendenmöglichkeit.

Wer die Menschen in Haiti unterstützen will, schickt ganz einfach eine SMS mit dem Schlüsselwort "adveniat" an die 8 11 90 und schenkt damit 5 Euro Hilfe (zzgl. SMS-Gebühr, 4,83 € gehen an Adveniat).

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Menschen stark machen - Die Aufgabe der Kirche in Haiti

"Ich bin Jesus dankbar, dass wir überlebt haben."

Bei dem Erdbeben im Januar ist das Haus der 26-jährigen Beatrice Delimat eingestürzt. Seitdem lebt sie mit ihrer Mutter und drei Schwestern im Zeltlager der Pfarrei Sacré-Coeur in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis. „Das Leben im Zelt ist schwierig. Es regnet herein und wenn die Sonne scheint, ist es stickig und heiß. Aber im Lager der Pfarrei sind wir wenigstens sicher, haben vier Toiletten und eine Dusche.“ „Ich bin Jesus dankbar, dass wir überlebt haben.“ Der Glaube lässt die Informatikerin nicht in Selbstmitleid verfallen, sondern ist ihr Antrieb: Jeden Tag besucht sie die Frühmesse vor ihrer Arbeit in einem Computergeschäft, mit der sie die Familie über Wasser hält. Und der Glaube motiviert sie, in einer Gemeindegruppe mitzuwirken, die sich um besonders Bedürftige in der Pfarrei kümmert.

Die 26-jährige Beatrice meistert nicht nur ihr eigenes Leben im Zeltlager. Glaube und Rückhalt der Gemeinde geben ihr sogar Kraft, anderen zu helfen, denen es noch schlechter geht als ihr, wie den Überlebenden eines Altenheims in der Pfarrei.

Am wichtigsten ist, den Menschen Mut zuzusprechen

Die 77-jährige Adeline Perrault ist bereits wenige Wochen nach der Katastrophe, die auch ihr Haus zerstört hat, wieder in der Pfarrei tätig. Sie ist eine tragende Säule der Gemeinde und überlebte das Beben nur, weil sie gerade zufällig im Pfarrhof war. 24 Menschen um sie herum starben, als die Kirche, mehrere Tagungsräume, das Pfarrhaus sowie zwei Pfarrschulen zusammen brachen. „Gott hat mich nicht am Leben gelassen, um zu klagen, sondern um meine Mission fortzuführen.“ Sie bereitet Erwachsene auf Taufe und Kommunion vor, leitet Gesprächskreise und sorgt sich seit dem Beben um jene, die von Ängsten oder Trauer gefangen sind. „Am wichtigsten für die Menschen in Haiti ist jetzt, dass man ihnen Mut zuspricht und dass sie merken: Die Kirche ist für sie da.“

Die Gemeinde ist wichtiger Anlaufpunkt der Menschen

Die Pfarrei Sacré-Coeur ist die größte in der Hauptstadt Port-au-Prince, die vom Erdbeben besonders betroffen ist. Rund 70.000 Menschen leben im Pfarrgebiet – die meisten sind katholisch. Der 40-jährige Pfarrer Han’s Alexandre leitet die Pfarrei mit zwei Kaplänen und ist dankbar für die Mitwirkung vieler Gläubiger wie Beatrice Delimat und Adeline Perrault in der Gemeinde. Gemeinsam setzen sie alles daran, 40 Gruppen und soziale Aktivitäten wie Armenküche, Seniorenhilfe oder Krankenpastoral, die es schon vor dem Beben gab, fortzuführen – und zugleich den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Denn die Gemeinde ist zentraler Anlaufpunkt für Verzweifelte, die ihr Hab und Gut verloren haben, vor allem aber für die vielen Traumatisierten.

Das Treffen zur Probe des Kirchenchores ist, wie jede Zusammenkunft in der Gemeinde, erbauende Ab lenkung vom oft trostlosen Alltag und gibt zugleich jedem Einzelnen die Gewissheit, nicht alleine sein Schicksal bewältigen zu müssen.

Glaube und Gemeinschaft geben den Menschen Kraft

Gottesdienste werden vor der Kirchenruine in Zelten gefeiert, die Schutz vor Hitze und Regen bieten. Adveniat hat sie auf Bitte der Gemeinde hin fi nanziert, denn die gemeinsame würdige Feier ihres Glaubens ist den Haitianern sehr wichtig. Überhaupt gehören gerade für sie Glaube und Gemeinschaft untrennbar zusammen und stärken den Einzelnen sowie die gegenseitige Hilfe. „Solidarität ist ein wichtiger Bestandteil des Glaubens für die Haitianer“, so der Pfarrer. Vieles konnten die Menschen nur gemeinsam durchstehen. Auch der Wieder aufbau braucht vor allem Zusammenhalt: „Unsere Botschaft an die Gläubigen ist, dass wir zusammen arbeiten, gemeinsam die zerstörten Gebäude wieder errichten: Häuser, Schulen und die Kirche.“

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